Sonntag, 20. November 2011

Gestrandet

Dieses Bild ist in einer frühen Morgenstunde an einem See in Südschweden entstanden. Das Boot lag verlassen am Strand. Durch Regen oder seine Undichte, war Wasser in das Boot gelangt. Die Wolken ragen bedrohlich über der Szene. Die Farbe des Bootes ist schwach, kann sich aber gegen den grauen Hintergrund noch abheben. Es wirkt wie ein letztes "Aufbäumen", bevor es von der Dunkelheit eingenommen wird. Macheiner kennt dieses Bild aus seiner eigenen Biographie - gestrandet, ohne Farbe, ausrangiert, von der Dunkelheit eingenommen. Gibt es noch eine Hoffnung?


Samstag, 19. November 2011

Wohin eigentlich

Kopenhagen 1. August 2011. Es war für mich ein eigenwilliges Gefühl gewesen, mit einer Bahn durch die Landschaft zu fahren, die ohne Zug/Lokführer fährt. Wir waren unterwegs zum Flughafen und die Zugsgerade, die sich im Morgendunst verliert lag vor uns. Dieses Bild erinnert mich (wie so oft) an Szenen/Erinnerungen aus meinem Leben.

Mein Weg ist oft recht gerade verlaufen, die Richtung schien vorgegeben zu sein, alles schien klar und sicher. Doch manchmal, nicht sehr oft, habe ich mir die Frage gestellt: Will ich an den Ort, wohin mich diese Strecke führt, was ist hinter dem Dunst, liegt dort das Ziel meiner Träume? Dies Frage stelle ich mir nicht täglich, ja nicht einmal wöchentlich, doch manchmal stelle ich sie mir - und wenn ich dieses Bild betrachte, dann ist so eine Zeit.


Freitag, 18. November 2011

Neulich im Zoo

Neulich im Zoo habe ich dieses Bild gemacht. Der Leopard ist ein schönes und elegantes Tier. Daher verbringe ich gerne Zeit vor seiner Anlage. Das getupfte Fell zieht die Blicke der Besucher auf sich. Stolz und unabhängig bewegt er sich in seinem Gehege. Leoparden gehören zu den "Big Five" Afrikas. Bei aller Eleganz und Schönheit, die dieses Tier ausgestrahlt, kann es die Tatsache nicht verbergen, dass es ein gefangenes Tier ist. Die Gefangenschaft ist für Tiere nicht nur einen Nachteile. Es gibt dem Tier einen gewissen Schutz und es muss sich keine Sorgen um Nahrung machen. Doch kann es seine Würde und Bedeutung nur erlangen, wenn es in Freiheit lebt. Wie sieht es bei dir aus? Hast du Würde und Bedeutung? Lebst du in Freiheit?

 

Donnerstag, 17. November 2011

SIROP

Dieses Bild habe ich in Colmar Frankreich gemacht. Es sind auf den ersten Blick nur Falschen. Äusserlich unterscheiden sich die Einte nicht von der Anderen. Doch in ihrem Inhalt ist jede Falsche anders - einzigartig: Mirabelle,  Acerola,  Rose, Pureté, Orangeade, Lichi, ... - einfach Originale. Also du Flasche schaue auf deinen Inhalt & "Colour the world - be a original"


Mittwoch, 16. November 2011

LOT#29


Dieses Bild ist in Kopenhagen entstanden. Als ich zufällig an diesem Schaufenster vorbei gekommen bin, ist mir das Bild mit diesen Flaschen ins Auge gestochen. Ich weiss nicht was LOT#29 ist, ob dieses Getränk gut schmeckt, es IN oder OUT ist. Die Flaschen standen einfach feinsäuberlich aufgereiht da. Bei mir assoziiert dieses Bild das Thema ORIGINAL. Die Flaschen sind aussergewöhnlich, speziell, groovy. Doch im Multipack ist auch das Aussergewöhnliche nur normal. Ich habe die Überzeugung, dass jedes Lebewesen, ja jeder Mensch ein Original ist und dass es dies oder diesen nicht ein zweites Mal gibt. Menschen haben aber die stupide Angewohnheit sich mit andern Menschen zu vergleichen und scheuen dabei oft keine Mittel, um sich diesen Idealen anzupassen. Schade eigentlich, den die Welt ist reicher, schöner, vielfältiger und farbiger wenn jeder ein Original ist. Welcome to lot#39




Dienstag, 15. November 2011

Ginkgo

Eines der schönsten Herbstblätter ist das Ginkgoblatt. Seine Form und seine Strukturen sind besonders. Daher habe ich ihm gestern ein paar Bilder gewidmet. Ich habe mit Licht gespielt und folgende Bilder sind dabei entstanden.




Montag, 14. November 2011

Steg II



Store Mosse ist das grösste zusammenhängende Moorgebiet südlich von Lappland. Der Nationalpark ist vergleichsweise so gross wie 10840 Fussballfelder. Die Vegetation ähnelt der der nordischen Wildnis. Auf mehr als 40 km Wanderwegen, in Form von Pfaden und Stegen, kann hier gewandert werden.
http://projektwebbar.lansstyrelsen.se/store-mosse/De/Pages/startsida.aspx
Auf diesem kleinen Steg durchquerten wir die Moorlandschaft. Manchmal versanken die Bretter im Wasser und der Weg wurde zum Blindflug. Eine meiner Begleiterinnen machte einen Fehltritt und versank bis zu den Hüften im Moor. Ohne unsere Hilfe hätte sie sich wohl nicht befreien können. Mich mahnte dieses Erlebnis, dass Richtig oder Falsch so nahe sein kann und wir die Konsequenz unserer Entscheidungen am eigenen Leib erfahren werden.
Ein Bild für unser Leben?

Sonntag, 13. November 2011

Berntor

Gestern besuchten wir den Kunstmarkt in Solothurn. Dieser befindet sich in der Nähe des Parkhauses Berntor in Solothurn. Dieses Parkhaus "hat es mir angetan". Die Idee, ein Parking als Schneckenhaus zu konzipieren, hat mir gefallen. Spiralförmig winden sich die Etagen in die Tiefe und in der Mitte fällt Licht in einen Innenhof. Diese symmetrische in sich stimmige Bauweise hat mich fasziniert. Zum Glück hatte ich die Kamera dabei. So konnte ich trotz Nebel und trüben Licht ein paar faszinierende Bilder machen.


Samstag, 12. November 2011

Handfest


Hände erzählen Geschichten. Mit unseren Händen geben wir oft mehr preis, als uns lieb ist. Diese Hände können zupacken, sie sind kräftig. Sie strahlen Sicherheit und Handfestigkeit aus. Die abgekauten Nägel - was erzählen sie? - Oft ertappe ich mich, dass ich mich anders gebe, als ich wirklich bin. Ich will bedeutender, angesehner sein. Warum eigentlich?

Zum Glück sprechen unsere Hände.  



Freitag, 11. November 2011

silence

Stille, Ruhe, Stillschweigen, Schweigen. Dieses Bild ist in Paris entstanden. Das Gesicht mit der uns bekannten Gestik ziert eine ganze Häuserseite. Die Figur mahnt zur Ruhe, zum Stillsein. Mitten in einer Stadt, die von Lärm und Hektik erfüllt ist. Ein Mahnmal für etwas, das uns abhanden gekommen ist. Still sein, Dinge hören, die leise und scheinbar "unerhört" sind. Kenne ich meine innere Stimme? Ist sie mir vertraut? Wenn nicht? Warum hören und trauen wir unserer inneren Stimme nicht? Hi! Gib ihr eine Chance!


Daten: Kamera: E3 F:11 T:1/200  f:18mm

Donnerstag, 10. November 2011

trois melons à cinq €uro


Dieses Bild ist in einem Aussenquartier von Paris entstanden. Ich habe in einem Restaurant das "Produkt meiner französischen Sprachkenntnis" gegessen. Uns gegenüber bot ein Obsthändler seine Melonen an. Während mehr als einer Stunde musste ich mir " trois melons à cinq €uro" anhören. Ich esse gerne Melonen, doch habe ich bei bestem Wissen und Gewissen nicht gewusst, was ich nach einem üppigen Essen mit drei Melonen anfangen sollte. Ich glaube, anderen Leuten ging es ebenso. Er hat während meiner Essenszeit nur ein oder zwei "Melonenmulipakete" verkauft. Ja vielleicht ist weniger manchmal mehr!


Daten: Kamara: E3  F:4,4  T:1/125  f:60mm

Mittwoch, 9. November 2011

Kunst am Bau


Mit Kunst am Bau wird eine Verpflichtung insbesondere des Staates als Bauherrn verstanden, aus seinem baukulturellen Anspruch heraus einen gewissen Anteil – meist um die 1 % – der Baukosten öffentlicher Bauten für Kunstwerke zu verwenden (Wikipedia)
Dieses Bild ist in Aarau entstanden. Jemand hat eine Lösung für die Ausländerfrage an eine Wand gesprayt. Der Satz beinhaltet eine gewisse Logik. Fasst das Problem aber etwas weit aussen an. Doch glaube ich, dass der Schreiber nicht lösen, sondern "INFRAGESTELLEN" will. Mir gefällt diese Idee, scheinbare Gegebenheiten zu hinterfragen. Wer Fragen stellt, denkt weiter.

Ist diese Schrift "Kunst am Bau"? Scheinbar hat sie die staatliche Prüfung nicht bestanden und ist in der Zwischenzeit entfernt worden. Ich habe sie in einem Bild für die Nachwelt festgehalten. Denn «Kunst ist, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine Kunst» (Nestroy).


Nachtrag: Am 3.11.2011 war folgende Meldung in der Zeitung:
Putzfrau bereinigt Museum um Kunstwerk
http://www.zeit.de/kultur/kunst/2011-11/dortmund-kippenberger-2
Der Aarauer Künstler hat hingegen den Grundstein für das Vernichten seines Kunstwerkes selber gelegt.



Dienstag, 8. November 2011

Familientisch


ESSEN Definition: 
 [1] : orales Einnehmen fester Nahrung [2] : etwas als Nahrung dem Körper zuführen [3] : etwas durch das Einnehmen der Nahrung in einen bestimmten Zustand bringen

Dieses Bild habe ich in Kopenhagen vor einem Burger King gemacht. Drei Menschen "fügen dem Körper etwas als Nahrung zu". Vielleicht gehören sie zusammen, vielleicht sitzen sie rein zufällig am selben Tisch und doch pflegen sie die "gemeinsame orale Einnahme fester Nahrung". Es ist ja nicht die Fragen aller Fragen, doch ist Essen nur eine Kalorien, Vitaminen und Ballaststoffen Einnahme? "Have it your way" - mein Weg ist ein Essen mit Menschen, mit Gesprächen, mit Lachen und mit Anteilnahme. Was ist dein "Weg"?
Ich habe dem Bild noch ein Old-style-look verpasst. Ja die guten alten Zeiten waren halt.......!

Montag, 7. November 2011

Normal


Synonyme zu Normal:

alltäglich,gebräuchlich,herkömmlich,konventionell,obligat,vorschriftsmäßig,gewohnt,gängig,landläufig,regulär,stabil,usuell,
verbreitet,vertraut,normal

Dieses Bild habe ich auf einem Bauernhof im Berner Seeland aufgenommen. Die Tanksäule verspricht normalen Treibstoff herzugeben. Was ist eigentlich normaler Treibstoff? Was ist eigentlich NORMAL? Was treibt mich normalerweise an? Ist der "Stoff aus dem meine Träume sind" normal? Und ich stelle mir die Frage, ob die Allgemeinheit einen Tankstellenphilosophen als normal bezeichnen würde ? Für 1,27 gibt es hier 1 Liter NORMAL! bei Bedarf "bitte läuten"!




Sonntag, 6. November 2011

Der letzte Apfel

Mir ist heute ein letzter, verbliebener Apfel am Baum aufgefallen und ich habe ihm eine Fotohommage gewidmet. Es ist nicht ein besonders schöner Apfel und es ist auch keine edle Sorte. Einfach ein Apfel von vielen und doch erhält er Wert, wenn man ihm die nötige Aufmerksamkeit gibt. In der Zwischenzeit habe ich ihn verzerrt. und der nicht besonders edle und schöne Apfel hat mir geschmeckt. (K)ein Wunder?




 

 


Samstag, 5. November 2011

Donnerwetter

Ich wollte diesen Sommer unbedingt einmal ein paar Blitze fotografieren. Am 23.08.2011 braute sich über unserer Gegend ein gewaltiges Gewitter zusammen. Leider musste ich an diesem Abend an einen Elternabend. Auf dem Heimweg zuckten die Blitze im 10 Sekundentakt aus allen Richtungen. Ich fuhr so schnell wie möglich nach Hause und packte Stativ und Kamera zusammen. Stellte die Leiter an unser Haus und kletterte mit Sack und Pack auf das Dach. Als ich oben alles eingerichtet hatte, endete das Gewitter innert Sekunden. Es gab nur noch ein paar vereinzelnde Wetterleuchten. Eine habe ich erwischt. Nicht der gewaltige Blitz aber immerhin einen Anfang. Es gibt ja in 8 Monaten die nächsten Chancen.




Freitag, 4. November 2011

Liebe im Kopf

Dieses Bild habe ich an einem Festival gemacht. Mich hat dieser tätowierte Kopf angesprochen. Beim genaueren Hinsehen, entdeckte ich eine versteckte Botschaft in dem Tattoo. Es ist ein Verweis auf ein biblisches Zitat zu finden - 1. Korinther 13. Diese Stelle ist als "Hohe Lied der Liebe"bekannt. http://www.bibleserver.com/ref/46013001#/text/NL/1.Korinther13 
Ich habe mir die Frage gestellt: Ist es gut, die Liebe auf dem Kopf zu tragen? Sollte die Liebe nicht im Kopf sein ? Oder...? Wo ist eigentlich die Liebe beheimatet?


Man at work

In den 80er Jahren gab es eine Band, die sich "man at work" nannte. Ihr berühmtester Song war "down under". Dieses Bild erinnert mich an diese Band. Es ist entstanden, als ich einen Freund bei seine Arbeit begleitete. Das Besondere ist die Dynamik, die durch die Langzeitbelichtung und den Blitz entstanden ist. Ein richtiger "man at work". Es fliegen die Fetzen. Die Abriet ist schweisstreibend. Es wird etwas produziert. Wie sieht es mit deiner Arbeit aus? Arbeitest du gerne? Machst du etwas Sinnvolles? Bist du deinen Lohn wert? - Hast du überhaupt noch eine Arbeit? Ich bin froh, eine Arbeit zu haben, die mir gefällt, die mich motiviert und mir Freude und Sinn gibt. Doch bin ich als Mensch nur das, was ich tue? Oder bin ich mehr, als ein "man at work"?





Donnerstag, 3. November 2011

Mein neues Velo

Ich bin in den letzten Tagen oft gefragt worden, wie mein neue Velo nun aussieht. Ich habe es heute in der Wohnstube aufgestellt und habe ein paar Bilder gemacht. Entstanden ist  folgenden Serie.









Mittwoch, 2. November 2011

show me the way

Zwei Männer im Gespräch. Zwei Welten treffen aufeinder. Der "Andere" ist anders, hat andere Ideen, andere Meinungen. Und doch lässt sich der" Eine" vom "Andern" etwas zeigen. Wir wissen nicht, auf was er deutet. Wir wissen auch nicht, ob das Gezeigt wesentlich ist. Doch er lässt sich auf den "Anderen" ein.
Mir gefällt, wie die Sonne in diese Szene hineinscheint. Ist es nicht so, dass man im Licht mehr sieht? Und ist es nicht so, dass Licht eine Situation verändert? - Zum Glück (LUCK) gibt es "das Licht", so können sich "Einte" immer wieder auf  "Andere" einlassen.




Dienstag, 1. November 2011

Schnäppchen

Rund zweieinhalb Millionen Menschen werden laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO jedes Jahr Opfer von Menschenhändlern, achtzig Prozent davon sind Frauen und Mädchen.
Der Handel mit Menschen ist eine moderne Form der Sklaverei – und ein profitables Geschäft. Der Gewinn daraus wird jährlich auf rund 35 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit zählt Menschenhandel - neben Drogen- und Waffenhandel - zu den lukrativsten kriminellen Geschäften weltweit.
Dieses Bild ist Colmar Frankreich entstanden. Es zeigt entkleidete Schaufensterpuppen. Kein schönes Bild. Man schaut nicht hin, "Mann" gönnt sich höchstens einen kurzen Blick. % Schilder dekorieren die Szene.
Dieses Bild erinnert mich an das Thema Menschenhandel. Nackt, % Schild, Unitet Colors,...
Was kann ich schon dagegen tun? Hier ein Link http://www.thea21campaign.org/  http://www.worldvision.ch/fileadmin/downloads/fachthemen/Fachblaetter/Fachblatt_Menschenhandel_de.pdf




Montag, 31. Oktober 2011

Glück


Dieses Bild ist in einem Aussenquartier der Stadt Kultuk in Südsibirien entstanden. Ich war mit dem Auto unterwegs und sah die beiden Mädchen, die am Strassenrand mit Matsch am spielen waren. Es war für mich ein unbekanntes Bild, da unsere Kinder auf Spielplätzen, mit "sauberen" Materialien spielen. Ich habe mir aber die Frage gestellt, ob es für ein Kind ein Nachteil ist, wenn es unter "nichtidealen" Verhältnissen aufwachsen muss? Was braucht es, dass ein Kind glücklich ist? Wie viele Spielzeuge braucht ein Kind? Mache ich einem Kind einen Gefallen, wenn ich ihm alle Spielzeugwünsche erfülle? Darf sich ein Kind auch schmutzig machen (auch wenn es im Haushalt keine Waschmaschine gibt)? Letztendlich, welche Faktoren fördern das Glück?



Sonntag, 30. Oktober 2011

Brauchenix


Brauchenix so nennt sich ein Afrikaner, den ich seit ein paar Jahren immer wieder an einem italienischen Strand treffe. Er verkauft Sonnenbrillen, Schmuck, Tücher und manchmal auch Hüte oder was eben gerade angesagt ist. Der Name Brauchenix hat er sich selber gegeben, weil viele Leute ihm immer wieder dieses Wort gesagt haben.
Dieses Bild habe ich auf einem italienischen Markt gemacht, wo ein namenloser Afrikaner seine paar Turnschuhe auf einer Decke zum Verkaufen aufgestellt hat. Sein Blick war unruhig, da er seine Wahre illegal auf dem Markt anbot. Er war jederzeit beriet die Decke zu packen und sich aus dem Staub zu machen. Viele Touristen betrachteten sein Wahre, immer in der Hoffnung noch ein weiteres Schnäppchen zu machen. Die Betrachtungsweise entsprich diesem Bild. Die Wahre steht gross im Vordergrund, der Mensch dahinter ist verschwommen, unscharf, namenslos.
Wer ist dieser Mann, der seine Heimat, seine Familie verlässt, um auf einem namenlosen Markt ein paar Turnschuhe für einige Hintermänner zu verkaufen. Wird es je eine Zeit geben, wo mich ein Mensch mehr interessiert, als die Aussicht auf ein Schnäppchen? Brauchenix hat ein Name bekommen. Er hat übrigens ein Familie und kehrt im Winter für ein paar Monate in seine Heimat zurück. Vielleicht treffe ich ihn nächstes Jahr wieder und vielleicht erfahre ich seinen richtigen Namen und die Anzahl seiner Kinder und was ihn glücklich macht - vielleicht.....







Tanz der Lichter

Ich habe die Instalation "Réinstallations" von François Morellet im Centre Pompidou besucht und habe dabei folgendes Foto gemacht. Diese Neonröhren standen wie zu einem Tanz bereit. Der Raum war von weissen Wänden umgeben, wirkte kalt  und war leicht überstrahlt. Ich habe mich entschieden die Szene unterzubelichten, um diesen Tanz in einen andren Kontext zu stellen. Das warme Licht aus dem Nebenraum durchbricht die Szene und eine Person betritt ungewollt die Bühne.
Das Original siehe:





Samstag, 29. Oktober 2011

Fixi - Fahr - Rad


Seit vorgestern habe ich nun mein neues Fahrrad. Es ist ein fast Fixi. Es ist ein Singespeedrennvelo mit Bremsen. Mir gefallen die Velos, die aufs Minimum reduziert sind. Klar sie sind im Trend und man kann sich als up do date präsentieren, wenn man mit einem (fast) Fixi vorfahren kann. Andere Männer in meinem Alter kaufen sich ein Harley, ich habe mir als Midlifecrisismobile eben ein fast Fixi gekauft.

Dieses Bild ist (leider nicht mein Velo und ist) in einem Museum in Schweden entstanden. Es stand auf einem Schild- so habe ich später erfahren - man dürfe das Velo nicht berühren. Für meine Idee war aber ein berühren unabdingbar.




Der Steg

Wir waren letzten Sommer in Schweden in den Ferien. Vor unserem Haus war ein See und am Ufer war ein kleiner Steg angebracht. Dieser Steg hat mich fasziniert und ich habe von ihm unzählige Bilder geschossen. Manchmal habe ich mich gefragt, warum mich dieser kleine, unscheinbare Steg so fasziniert hat. Die Faszination war wohl, dass sich dieser unscheinbare Steg nie veränderte aber das Gesamtbild sich immer wieder neu in Szene setzte. Ob das Wasser Wellen schlug oder spiegelglatt war. Ob die Sonnte schien und der Himmel blau war oder ob bedrohlich Wolken über ihm hingen. Ob in der langen Abenddämmerung der Himmel sein Lichtspiel präsentierte oder der Morgennebel ihn einhüllte.
Und mir viel ein, dass ich mir oft die Frage stell, wer ich bin? Dabei ertappte ich mich, wie oft ich mich über die Dinge definiere, die ich tue. Und ich muss mir eine weitere Frage stellen: Gibt nicht das Licht in dem ich stehe, mir den eigentlichen Wert und nicht die Dinge, die ich tue?
Entstanden ist dies Bild an einem Abend, als der See spiegelglatt war und die Dämmerung ein fantastisches Lichtspiel darbot.












Donnerstag, 27. Oktober 2011

Selbstbildnis






Dieter Roth (1930 – 1998) war einer der grossen Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Das Aargauer Kunsthaus stellt mit den Selbstbildnissen ein zentrales Thema im Schaffen dieses Künstlers aus: In mannigfacher Weise und in allen Medien kreist Dieter Roth immer wieder um das Selbst.
http://www.aargauerkunsthaus.ch/de/medien/ausstellungen/?showUid=162

 Dieses Bild im Kunsthaus Aarau hat mich motiviert der Frage nachzugehen, wer bin ich? Bin ich nur, was meine Äusseres darstellt? Bin ich definiert durch Haarfarbe, Grösse, Körperbau usw.

Das gepostete Foto ist in Zürich vor einem Schaufenster entstanden und man sieht schemenhaft meine Silhouette im Spiegelbild. Die Leuchtstoffröhre geben Struktur, sind Gedankenstriche, die im Vorder- und Hintergrund erscheinen. Bin ich wirklich so gradlinig oder ist das ein Selbstbildnis, das etwas vortäuscht? Wer bin ich? Was bin ich und warum weiss ich, wer ich bin?





Mittwoch, 26. Oktober 2011

stairway to heaven

stairway to heaven - Dieses Bild ist bei einem Spaziergang an der Aare entstanden. Die Sonne stand ganz tief, so entstanden diese ausgeprägten Schatten. Die Treppe windet sich um diesen riesigen Öltank und eigentlich weiss man gar nicht wohin sie führt. Dieses Bild gefällt mir, weil es ein starkes Spiel mit Licht und Schatten darstellt und weil es in mir die Sehnsucht nach einem Zugang zum Himmel weckt.




Dienstag, 25. Oktober 2011

Was kommt?

Ein einziges Bild auf einem Blog, ist ja nicht gerade der "Börner". Darum poste ich heute ein weiteres Bild.
Es ist eines meiner Lieblingsbilder. Fotografie ist ja das Zusammenspiel von Objekt, Licht und Emotionen. Diese Foto habe ich an einer sehr speziellen Hochzeit gemacht. Mir gefällt ihr Blick in die Ferne und der Himmel der offen über ihr steht.


Samstag, 22. Oktober 2011

Mein erstes Bild

Heute habe ich mich entschieden meine Bilder nicht mehr auf irgendeiner Seite zu veröffentlichen, sondern auf einem eigenen Blog zu posten. Es würde mich freuen, wenn du meine Bilder betrachtest und mir ein Feedback gibst.
Danke René Mollet

Mein erstes Bild ist ein Bild, das mir viel bedeutet. Es ist entstanden, als ich einen Freund bei der Arbeit begleitete. Wir sind in einem Restaurant um eine "Znünipause" zu machen. Er wartete auf die Bedienung, ich sah ihn am Tisch sitzen und machte spontan dieses Foto.